Arbeitsproben gestalten will geübt sein

30.01.2018

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"Da kommt ein Bewerber eben mal zur Arbeitsprobe und bekommt ein paar Aufgaben. Dann können wir sehen, wie er sich anstellt und im Team gibt." Soweit so gut.

Aber mit Arbeitsproben ist es wie mit Assessment Übungen. Möchte man objektive und verlässliche Rückschlüsse daraus ziehen, muss man schon etwas Zeit und Mühe in die Vorbereitung und Bewertung investieren. 

Genau das haben Führungskräfte eines Unternehmens für sich aus einem Inhouse-Seminar mit Workshop-Elementen mitgenommen. Für ihr Unternehmen ist geplant, künftig zwei Kennenlerntermine mit Bewerbern zu vereinbaren. Im zweiten Termin ist eine Arbeitsprobe in der jeweiligen Abteilung vorgesehen, die von künftigen Kollegen betreut werden soll.

Teilweise gab es diesen Ansatz bereits in der Vergangenheit. Jedoch wurden sehr unterschiedliche Aufgabenbeispiele herausgegriffen, die auch im Anspruchsniveau für vergleichbare Stellen variierten. Die Bewertung erfolgte überwiegend subjektiv ohne Orientierung an konkreten Anforderungen der Stelle. 

Im Rahmen des integrierten Workshops erarbeiteten die Führungskräfte eines Bereiches anhand einer Konstruktionshilfe zunächst Ideen für potenzielle Arbeitsproben, formulierten einzelne konkreter aus und stellten ein Informationsset für Bewerber zusammen. Bei der Konstruktion der Arbeitsprobe wie bei ihren Überlegungen zu einem Bewertungsraster nahmen sie Bezug zu den Kompetenzen, die potenzielle Stelleninhaber mitbringen sollen.

Die Ergebnisse wurden im Team vorgestellt und teilweise auch nochmals diskutiert. Der Anfang ist gemacht: ob Entwicklung, Finanzen, Personal, Einkauf oder Vertrieb - mit den Ideen geht es nun in das Feintuning und bald dann wohl auch in die Umsetzung.